Welche Krankheiten können vom Haustier auf den Menschen übertragen werden?

Die Bindung zwischen Haustier und Mensch ist oft eng, aber diese enge Interaktion bringt auch Verantwortlichkeiten mit sich. Obwohl es selten ist, gibt es Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden können. Diese Krankheiten nennen wir Zoonosen, und sie können unterschiedliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Es ist wichtig zu wissen, welche Risiken bestehen und wie man sich und sein Haustier schützen kann.
Was sind Zoonosen?
Zoonosen sind Infektionskrankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden. Dies kann durch direkten Kontakt mit einem infizierten Tier, über dessen Ausscheidungen oder in einigen Fällen durch einen Biss geschehen. Glücklicherweise sind die meisten Krankheiten mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen und einer guten Hygiene gut vermeidbar.
Häufige Zoonosen
Es gibt verschiedene Krankheiten, die Haustiere auf Menschen übertragen können. Im Folgenden besprechen wir einige der häufigsten:
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Toxoplasmose: Dies ist ein Parasit, der oft im Kot von Katzen gefunden wird. Besonders Schwangere sollten vorsichtig sein, da der Parasit für das ungeborene Kind schädlich sein kann. Durch regelmäßiges Reinigen der Katzentoilette und gründliches Händewaschen kann das Risiko minimiert werden.
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Tollwut (Rabies): Obwohl in vielen Teilen der Welt dank Impfprogrammen selten, ist Tollwut eine ernste Virusinfektion, die über Speichel durch einen Biss oder Kratzer übertragen werden kann. Das Impfen Ihres Haustieres ist der beste Weg, um diese gefährliche Krankheit zu verhindern. Die Niederlande sind tollwutfrei, aber seien Sie vorsichtig, wenn Sie Ihren Hund mit in den Urlaub nehmen oder ein Tier aus dem Ausland adoptieren.
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Ringelflechte (Dermatophytose): Dies ist eine Pilzinfektion, die Hautirritationen verursacht. Haustiere wie Katzen und Hunde können Träger des Pilzes sein, auch ohne Symptome zu zeigen. Sie kann durch direkten Kontakt oder über kontaminierte Oberflächen, wie Bettwäsche oder Spielzeug, übertragen werden.
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Lyme-Borreliose: Obwohl die Lyme-Borreliose nicht direkt von Haustieren übertragen wird, können Hunde und Katzen Zecken mit nach Hause bringen, die die Krankheit verursachen. Regelmäßige Kontrollen und die Anwendung von Floh- und Zeckenschutzmitteln können helfen, dieses Risiko zu verringern.
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Campylobacter: Dies ist eine bakterielle Infektion, die oft durch kontaminierte Lebensmittel oder durch direkten Kontakt mit dem Kot eines infizierten Tieres übertragen wird. Sie kann Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall und Bauchkrämpfe verursachen.
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Leptospirose (Weil-Krankheit): Leptospirose ist eine Bakterie, die in stehendem Wasser vorkommt. Sie wird hauptsächlich durch kleine Nagetiere (Ratten) übertragen, die überall vorkommen, auch in der Stadt oder in Wohngebieten. Bei Hunden verursacht sie Nieren- und Leberversagen. Infizierte Hunde scheiden die Bakterien im Urin aus, wodurch Menschen infiziert werden können. Bei Hunden gibt es eine Impfung, die vor einigen Serotypen der Leptospirose schützt, daher ist es am besten, Ihren Hund gut gegen die Weil-Krankheit zu impfen.
Wie schützt man sich und sein Haustier?
Die Vorbeugung von Zoonosen beginnt mit guter Hygiene. Händewaschen nach Kontakt mit Haustieren oder nach dem Reinigen ihres Lebensraums ist unerlässlich. Darüber hinaus ist es wichtig, sein Haustier regelmäßig vom Tierarzt untersuchen zu lassen und seine Impfungen und Entwurmungen auf dem neuesten Stand zu halten.
Gute Ernährung, Pflege und das Vermeiden von direktem Kontakt mit kranken Tieren tragen ebenfalls dazu bei, das Infektionsrisiko zu verringern. Und falls Sie dennoch Zweifel haben, ob Ihr Haustier möglicherweise eine Krankheit in sich trägt, ist es immer ratsam, schnell zu handeln.
Seien Sie besonders vorsichtig mit Hunden aus dem Ausland, da bestimmte Krankheiten dort häufiger vorkommen. Manchmal treten diese Krankheiten erst später auf. Haben Sie Fragen zu möglichen Krankheiten bei Ihrem Haustier? Laden Sie die VETTS-App herunter und buchen Sie eine Beratung bei einem unserer erfahrenen Tierärzte.